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Der Hus-Platz
Der Hus-Platz stellt das natürliche Stadtzentrum dar. Seine heutige Form und Gestaltung geht wahrscheinlich auf das Jahr 1295 zurück, als König Wenzel II. Beroun neu gliedern und ausbauen ließ. Hier konzentrieren sich die meisten Baudenkmäler der Stadt, die im Zentralen Register der unbeweglichen Kulturdenkmäler CR eingetragen sind. Die Dominante des Marktplatzes ist das pseudobarocke Rathausgebäude aus dem Jahre 1903. Nach dem vernichtenden Hochwasser im August 2002 wurde der Marktplatz komplett neu gestaltet, wodurch sich aber sein Aussehen wesentlich veränderte. Die renovierten Häuserfassaden sowie die Altertümlichkeit des historischen Stadtkernes, vom alten stilvollen Mobiliar unterstützt, sind hervorgetreten. Für die Weise, auf welche die Strassen mit dem Erholungs- und Entspannungsraum verbunden wurden, hat der Hus-Platz im Jahre 2004 eine Sonderanerkennung im gesamtstaatlichen Wettbewerb "Der Verkehrsbau des Jahres" verliehen bekommen.
Die Giebelhäuser
Für den Berouner Marktplatz ist die Gruppe von Bürgerhäusern an dessen südlicher Seite charakteristisch. Die Häuser mit ihren gut erhaltenen gotischen steinernen gewölbten Kellern, mit Renaissanceelementen und Barockgiebeln stehen an der Stelle der ursprünglich gotischen Häuser. Das älteste und architektonisch wertvollste ist das Jenstejn-Haus, das der reiche Bürger und kaiserlicher Richter Jindrich Cizek z Jenstejna erbauen ließ. An dem Renaissancebogenportal steht das Datum 1612. Im Jenstejn-Haus und im Nachbarhaus Nr. 88 hat das Museum des Böhmischen Karstes seinen Sitz. Das Haus Nr. 88 ließ Alzbeta Salatova aus dem Adelsgeschlecht Malinovsky an Stelle des gotischen Hauses aufbauen. Das Giebelhaus Nr. 89 wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wahrscheinlich von Matous Frisman aus Ehrenkorn erbaut. In diesem Haus ist der bedeutende Mathematiker, Professor Vaclav Rehorovsky, geboren. Das Haus wird heute von der Drogerie Endrle genutzt, einschließlich des schönen mittelalterlichen gewölbten Kellers im Untergeschoss, der anlässlich der EHD-Feier und bei anderen bedeutenden Ereignissen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Aus dem gleichen Zeitraum stammt auch das Haus Nr. 90, bekannt als Haus „Zu den Drei Kronen“, wo der Sage nach ein Münzhaus sein sollte, in welchem ein Schatz vergraben wurde, den aber bisher noch niemand gefunden hat. Erbaut wurde das Haus vom Hauptmann von Krivoklat, J
an Friedrich Klanner von Engelshofen. Die Giebel des Hauses wurden nach einem Brand im Jahre 1735 neu hergerichtet. Ende des 18. Jahrhunderts war hier Sitz des Bezirksamtes und im Jahre 1866 zog das preußische Heereskommando ein.
Das Haus Nr. 86, ein weiteres Kulturdenkmal, genannt "Der Böhmische Hof", war seit dem Jahre 1720 Sitz des ersten Berouner Postamtes und der gleichnamigen Gaststätte. In diesem Haus weilten berühmte Persönlichkeiten wie z.B. im Jahre 1804 der schwedische König Gustav IV., in den Jahren 1809 und 1810 der österreichische Kaiser Franz I. oder im Jahre 1823 der russische Zar Alexander I. Vor dem Hotel "Der Böhmische Hof" wurde auch eine Bushaltestelle für die ersten Linienbusse errichtet. Das gleichnamige Hotel mit Gaststätte besteht noch heute.
Der historische Brunnen
Der Brunnen stand seit dem Jahre 1729 auf dem Berouner Ring und knapp zwei hundert Jahre teilte er alle Leiden mit der Stadt. So hat dieser Brunnen den großen Brand im Jahre 1735 miterlebt, als das Wasser im Brunnen regelrecht zu kochen anfing, sowie verschiedene Hochwasser, von denen sich das Schlimmste im Mai 1872 ereignete. Damals verschwand die Statue des Berouner Schnitzers Martin de Majo ganz in den Fluten des hochwasserführenden Flusses Litavka. Der religionsfeindliche Druck nach dem Jahre 1918 war schicksalsschwer und im Jahre 1919 wurde der Brunnen auf Beschluss des Stadtrates zur Zabransky - Kirche versetzt. Der Brunnen stammt vom örtlichen Steinmetz Jan Slezak, die Replik der Statue des heiligen Johannes von Nepomuk, deren Original im Museum des Böhmischen Karstes in Beroun steht, ist ein Werk des akademischen Bildhauers Petr Vitvar.
Statuen
Beim Umbau des Marktplatzes nach dem Hochwasser kehrte nach 85 Jahren der historische Brunnen mit der Replik der Statue des heiligen Johannes von Nepomuk wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück. Dieser erinnert zusammen mit der Statue "Zaboj" auf dem Mahnmal für die Gefallenen im ersten Weltkrieg vom Bildhauer Karel Opatrny aus dem Jahre 1924 und der Magister-Jan-Hus-Statue vom Steinmetz Frantisek Velik aus dem Jahre 1905 an den historischen Ursprung des Marktplatzes. Die letztgenannte Statue beeinflusste darüber hinaus im Jahre 1990 bedeutend die Abstimmung der Berouner über die Umbenennung des damaligen Gottwald-Platzes auf Hus-Platz. Seinen ersten Namen – Masaryk-Platz - erhielt der Marktplatz im Jahre 1919, in den Jahren 1940 bis 1945 hieß er Hauptplatz und nach der Befreiung erhielt er für kurze Zeit seinen ursprünglichen Namen zurück. Seit dem Jahre 1951 trug er den Namen Gottwald-Platz.
Das Städtische Tourismusbüro
Hus-Platz 69, 266 01 Beroun-Centrum
Tel.: +420 311 654 321
E-mail: mic@muberoun.cz
Parken auf dem Hus-Platz
Kapazität 165 Parkplätze
Die erste Parkstunde: CZK 20
Jede weitere Parkstunde: CZK 40
Der Parkplatz Boskuv statek
Kapazität 128 Parkplätze, Entfernung vom Zentrum ca. 250 m
Die erste Parkstunde: CZK 5
Jede weitere Parkstunde: CZK 2
Betrieb der Parkautomaten
Mo – Fr 7:00 – 18:00
Sa 7:00 – 13:00
Öffentliches WC geöffnet
Na Prikope 1 (hinter dem Prager Tor)
Mo – Fr 6:30 – 17:30
Sa, So, Feiertage 7:00 – 13:00
+ Dusche, Wickelraum für Kinder, barrierenloser Zugang











